Umbau eines Eichhörnchen-Futterkastens

Nicht jeder im Handel angebotene Eichhörnchen-Futterkasten ist auch wirklich optimal geeignet. Insbesondere eine zu hohe Frontscheibe birgt ein Verletzungsrisiko für die kleinen Freunde. Hier zeigen wir euch, wie ihr den Kasten mit etwas handwerklichem Geschick sicherer machen könnt. Außerdem kann durch den Spalt zwischen Deckel und Scheibe Feuchtigkeit besser verdunsten.

Hier sind auch noch die Links zu den vorherigen Artikeln, wie ein guter Futterkasten ausschauen sollte und welches Futter für die Eichhörnchen geeignet ist.


Aber passt zuerst auf eure eigene Sicherheit auf, beachtet die Sicherheitshinweise der eingesetzten Maschinen und nutzt beim Sägen und Bohren unbedingt eine Schutzbrille!!!

Hier ist unser ursprünglicher Kasten: Die Frontscheibe geht bis zum Deckel und dieser ist aus unserer Sicht zu schwer. Springt ein Hörnchen auf den Deckel, während sich ein anderes gerade halb hinein beugt um sich eine Nuss zu holen, kann es durch die schmale Oberkante der Scheibe zu Quetschungen kommen. Um das zu verhindern haben wir die Scheibe verkürzt und zusätzlich mit einer Leiste die Auflagefläche (Quetschfläche) verbreitert um auftretende Kräfte auf eine größere Fläche zu verteilen. Außerdem wurde der massive Holzdeckel gegen eine Kunststoffplatte ausgetauscht.

Los geht’s: Zuerst wird der Deckel abgeschraubt und die Scheibe ausgebaut.

 Dazu schmeckt übrigens prima ein Tee aus der Eichhörnchentasse :-)

 Anschließend wird die Scheibe mit der Stichsäge um ca. 2,5cm gekürzt. Verwendet dafür ein feines Sägeblatt oder ein Spezialsägeblatt für Plexiglas, da insbesondere die spröden Acrylglasscheiben schnell splittern. Die Schnittkante sollte dann mit Schmirgelpapier entschärft werden.

Als nächster Schritt wird eine Vierkantleiste (ca.10x10mm) so abgesägt, dass sie im Idealfall leicht klemmend hinter die Scheibe gesetzt werden kann. Die Leiste soll mit der Oberkante der Scheibe abschließen. Um die Leiste zu befestigen wird von beiden Seiten eine Schraube durch die Seitenwand in die Leiste geschraubt. Hier ist vorbohren (etwa halber Schraubendurchmesser) unbedingt erforderlich, sonst platzt die Leiste. Also muss der genaue Punkt der Bohrung ausgemessen und markiert werden. Dann wird durch die Seitenwand in die Leiste gebohrt und anschließend die Schraube reingedreht. Dann kommt die andere Seite dran.

 

Vielleicht kann die Leiste auch mit einem wasserfesten Kleber eingeklebt werden. Wir haben es nicht ausprobiert.

Als nächster Schritt wird der schwere Holzdeckel gegen einen leichteren aus Kunststoff ausgetauscht Wir haben hierfür eine 3mm dicke PVC-Hartschaumplatte aus dem Baumarkt verwendet. Diese ist splitterfrei, wasserfest und lässt sich leicht bearbeiten.

Zuerst die entsprechende Größe vom Deckel übertragen, aussägen und die Kanten abschmirgeln. Die Ecken haben wir schön abgerundet.

 

 Dann wird das Scharnier an die neue Platte montiert: Die Platte ist aber zu dünn für Holzschrauben, also müssen hier Metallschrauben mit Unterlegscheiben und Muttern verwendet werden. Dazu werden die Bohrlöcher angezeichnet und dann im entsprechenden Schraubendurchmesser + 1-2mm vorgebohrt. Wir haben hier M3x10 Messingschrauben verwendet und auf der Gegenseite mit Muttern versehen. Damit sich die Verbindung nicht lockert kann man einen Federring oder eine zweite Mutter verwenden (kontern). Durch den dünneren Deckel muss zum Schluss das Scharnier mit der neuen Platte entsprechend tiefer an der Rückwand befestigt werden.

Damit ist der hörnchengerechte Futterkasten fertig umgebaut. Unser Kasten kam an die inzwischen hier im Blog schon oft beschriebene Außenstelle und wurde sofort angenommen. Wir können gar nicht so viele Nüsse anschleppen wie dort verschwinden…



 

 




 

 

 

 

 

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